Gibt es einen weiteren Fall? Bist du vielleicht schon am Schreiben?
Klar geht es weiter mit Lila. In letzter Zeit bin ich gut vorangekommen, die Rohfassung ihres vierten Falles ist bereits fertig.
Und einen großen Teil der Recherchen habe ich ebenfalls bereits abgeschlossen. Ich werde im Januar [2012]noch einmal nach Bochum fahren, um noch ein paar fehlende Details der Örtlichkeiten zu ergänzen und ein paar medizinische Details fehlen mir auch noch.
Aber das sind nur noch Kleinigkeiten. Wenn weiter alles gut läuft, kann das Buch vorraussichtlich im Sommer/Herbst 2012 in den Handel kommen.
Gibt es denn eine Vorgabe oder Idee, wieviele Teile noch folgen könnten?
Eine Vorgabe, wie viele Teile es werden, gibt es nicht. Aber ich habe einen Plot – also einen Handlungsverlauf – für ca. 10 Bücher im Kopf. Ich weiß zwar noch keine Details – zum Beispiel was aus der Beziehung zwischen Danner und Lila wird – aber ich kenne schon das Ende der gesamten Geschichte – speziell der beiden letzten Bücher.
Es wird also definitiv ein Ende geben, keine zweihundertsiebenundsechzig Fortsetzungen.
Schreibst du etwas anderes parallel oder willst Du etwas anderes schreiben, das dir evtl. schon im Kopf rumspukt?
Parallel eher nicht. Das verhindern meine drei kleinen Kinder zuverlässig, da ist es schon schwierig genug Lila und hier und da einen Kurzkrimi aufs Papier zu bekommen.
Außerdem muss die Idee ja wie gesagt noch ein wenig reifen, ich plane also jetzt schon ein bisschen für ein Projekt nach Lila.
Wenn du schon eine Handlung im Kopf hast, bleibt das alles im Kopf, bis du das jeweilige Projekt konkret angehst? Oder schreibst du Ideen sofort auf, damit sie nicht verloren gehen?
Zu dem Roman, an dem ich gerade arbeite, schreibe ich Ideen direkt auf. Das kann auch schon mal mitten in der Nacht sein oder beim Restaurantbesuch auf einer Serviette, wenn ich Angst habe es wieder zu vergessen.
Die Handlung für weitere Bücher existiert nur in meinem Kopf. Da denke ich, wenn es gut genug ist, werde ich es mir schon merken.
Fallen Dir all diese “flotten Sprüche” spontan ein oder sammelst Du sie unabhängig vom Manuskript?
Das wäre schön, wenn Lilas “flotte Sprüche” mir einfach so einfallen würden.
Das Schöne am Schreiben ist, dass man nicht sofort den passenden Spruch parat haben muss. Da ich ca. ein Jahr an dem Manuskript arbeite, kann ich immer wieder korrigieren, wenn mir ein Dialog zu abgekaut vorkommt.
Ja, ich lese viele Krimis (jetzt wieder, nach der Jury-Arbeit, die du angesprochen hast, hatte ich erst mal die Nase voll und hab ein halbes Jahr lang keinen Krimi mehr angerührt). Ich lese aber auch alles andere. Romane und Biografien, gern auch Fantasy, zz. Hemingway (grandioser Stil, der mir sehr gut gefällt), dann natürlich je nach Romanprojekt Sachbücher zu meinem Thema, einen Haufen Kinderbücher für Gute-Nachtgeschichten (“von Kiek in die Welt” bis “Fury”) und zwischendurch mal ‘ne Klatschzeitung.
Wenn ich Krimis lese, dann zum Spaß. Ich neige beim Lesen nicht dazu die Bücher zu sezieren, sondern hoffe (wie die meisten Leser), von der Story gepackt zu werden und das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können.
Um etwas über den Aufbau einer Handlung zu lernen, lese ich Bücher über das Schreiben. Da gibt es gute Sachen, die ich bei der Korrektur meiner Geschichten immer wieder zur Hand nehme und Szene für Szene überprüfe.